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Insektensterben durch „Lichtverschmutzung“ in unseren Kleingärten

Letztens stieß ich in einer bundesweit bekannten Tageszeitung auf einen Artikel zum Insektensterben. Dieses Thema ist ja seit einiger Zeit in aller Munde. In diesem Artikel wurde von einer Untersuchung berichtet, die sich damit beschäftigt, wie am und auf dem Wasser lebende Insekten von der Uferbeleuchtung irritiert werden und häufig mit dem Flug ins Licht, einen qualvollen Tod sterben. Und wenn sie nicht sterben, sind sie durch den Flug um die unnatürlichen Lichtquellen so erschöpft, dass sie leichte Beute für Spinnen und andere Raubinsekten werden, die, eigentlich nachtaktiv, sich nun auf diese Lichtareale spezialisieren und sich bis in den Tag hinein an den toten und erschöpften Insekten laben. Es wurde festgestellt, dass dies ein Alarmsignal für die Natur ist. Man spricht in diesem Zusammenhang von Lichtverschmutzung. Licht dort, wo es eigentlich niemandem nützt, sondert eher schadet. 
 
Lichtverschmutzung nimmt zu. Einst wohltuende nächtliche Dunkelräume in der Natur werden heute oft mit Lampen bestückt und in der Nacht sich selbst überlassen. 
Auch in Kleingärten leuchten nachts zunehmend solarbetriebene LED-Lampen in unserer Abwesenheit vor sich hin. Hat dies irgendeinen Nutzen für uns? Für die Natur ist dies eher fatal. 
 
Studien belegen, dass seit den 80er Jahren ein unglaublicher Schwund an Insekten zu verzeichnen ist. Man spricht von einem Rückgang von bis zu 75%. Dies hat diverse Gründe, unter anderem natürlich auch der Einsatz von Pestiziden in der konventionellen Landwirtschaft und die Pflege von Monokulturen. Neben fehlenden Nährpflanzen im Jahresverlauf, gibt es noch viele andere Gefahren, die unsere Insektenpopulationen dezimieren und somit auch das Überleben anderer Lebewesen gefährden, und schlussendlich auch das unsere. 
Denken wir an die, in unseren Gärten, lebenden Singvögel, an denen wir uns jedes Jahr aufs Neue erfreuen. Für die Aufzucht ihrer Jungen haben wir ihnen vielleicht Nisthilfen zur Verfügung gestellt, aber ohne Insekten gibt es keinen Nachwuchs. 
 
Dieser Artikel und weitere alarmierende Nachrichten aus den Medien haben mich zum Nachdenken gebracht. Was können wir Kleingärtner auf unserer Scholle, außer dem  Anlegen von Bienenweiden und dem Anbringen von Insektenhotels, sonst noch für unsere fleißigen kleinen Helferlein, die Insekten, tun? 
Denn viele Insekten, nicht nur Bienen und Hummeln, bestäuben unsere Blumen, Obstbäume und sonstige Pflanzen, die wir lieben. 

Wir fühlen uns wohl auf unserer kleinen Scholle, diesem unseren Fleckchen Erde, auf dem wir im Großen und Ganzen schalten und walten, säen und pflanzen können, wie es uns beliebt. Es ist schön, wenn sich, wie wir, auch andere Lebewesen, wie z.B. Insekten und Vögel, in unseren Gärten wohlfühlen können, denn dieses Stück Natur ist ihr Zuhause. 
 
Wir haben es in der Hand, einen wertvollen Beitrag zum  Artenerhalt, zur biologischen Vielfalt, bzw. Biodiversität, durch naturnahes Gärtnern zu leisten, damit unsere Welt auch morgen noch bunt und vielfältig sein kann. 
 
 Geben wir unserem kleinen Stück Natur die natürlichen Rahmenbedingungen, die es braucht. Dazu gehört auch die natürliche Ruhe und Dunkelheit der Nacht, die ja auch wir selbst brauchen und schätzen. Also, bitte LICHT AUS in unseren Gärten! 
 
Silke C. Lehmkuhl, KGV Ginnheimer Wäldchen e.V., Frankfurt am Main 

Verschließen der Tore in unseren Anlagen

In den letzten Wochen und Monaten hatten wir in den Anlagen I und II mehr als 70 Einbrüche. Das ist eine erschreckende Tatsache.

Vielleicht hilft es ja, wenn wir versuchen, mehr auf das Verschließen der Tore zu achten. In der Zeit von 20:00 bis 8:00 Uhr sollten die Tore grundsätzlich abgeschlossen werden. 

Sprechen Sie bitte unbekannte Personen innerhalb unserer Anlage an und achten Sie auf ungewöhnliches Verhalten.

Sollten Sie einen Einbruch in Ihrer Gartenlaube feststellen, verständigen Sie sofort das Polizeirevier 14 (Tel.: 069 755 111 400) und informieren Sie den Vorstand (Gerd Schaub Tel.: 069 52 45 92).

Der Vorstand 

Mai 2018
 

Landeswettbewerb 2017

KGV Ginnheimer Wäldchen erhält Anerkennungsurkunde

Der KGV Ginnheimer Wäldchen hat am diesjährigen Landeswettbewerb des Landesverbandes Hessischer Kleingärtner mit Erfolg teilgenommen und erhielt neben der Urkunde eine Prämie von 100 Euro. Der Verein belegt einen Platz zwischen 4 und 15. In diesem Rang wurde keine genaue Platzierung ausgewiesen.

Im Rahmen einer Feierstunde im Bürgerhaus Wiesbaden-Sonnenberg hat die Staatssekretärin des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Beatrix Tappeser, Urkunden und Preisgelder an die Vereine überreicht.

Bei der Bewertung durch die Landesbewertungskommission im Sommer d. J. stand stets die gesamte Kleingartenanlage im Vordergrund. Bewertet wurde u. a. die städtebauliche Einbindung, die Erreichbarkeit der Anlage, die Gestaltung der Eingangsbereiche, die Schaffung von Ruhezonen, die kleingärtnerische Nutzung im Sinne des Bundeskleingartengesetzes sowie das Engagement der Vereine in Bezug auf umweltfreundliches Gärtner, Projekte zum Artenschutz oder zur Erhöhung der Biologischen Vielfalt, ein reges Vereinsleben, soziales Engagement im Stadttteil oder die Bemühungen um Integration. 

Hier finden sie einige Fotos von der Feierstunde und Bilder von Gärten, die die Jury hervorgehoben hat.